Kurz gesagt
Seit dem 2. Februar 2025 verlangt Artikel 4 der EU-KI-Verordnung, dass Unternehmen, die KI einsetzen, Maßnahmen für die KI-Kompetenz ihrer Mitarbeitenden ergreifen. Eine feste Stundenzahl oder ein Zertifikat schreibt die Verordnung nicht vor. Sinnvoll ist eine praxisnahe Schulung: was KI kann, wo ihre Grenzen liegen, welche Daten nicht hineingehören und wie man sie im Alltag gut nutzt – dokumentiert, damit Sie es nachweisen können.
- Pflicht seit
- 2. Februar 2025 (Art. 4 KI-VO)
- Vorgabe
- Maßnahmen zur KI-Kompetenz, keine Stundenzahl
- Format
- halbtägig bis zweitägig, vor Ort oder online
- Ergebnis
- sicherer Umgang + Liste erster Anwendungsfälle
Was die KI-Verordnung verlangt
Anbieter und Betreiber von KI-Systemen sollen Maßnahmen ergreifen, die die KI-Kompetenz ihres Personals fördern – angepasst an Vorkenntnisse und Einsatzbereich. Der Digital Omnibus von 2026 hat die Pflicht neu gefasst, aber nicht verschoben. Bußgelder knüpfen nicht direkt an Artikel 4 an; trotzdem ist eine dokumentierte Schulung der einfachste Weg, die Pflicht nachvollziehbar zu erfüllen.
Inhalte einer guten KI-Schulung
- Was Sprachmodelle können und wo sie Fehler machen
- Gute Anweisungen (Prompts) mit Aufgaben aus dem eigenen Alltag
- Datenschutz: Was nicht in ein KI-Tool gehört
- Urheberrecht und Kennzeichnung KI-generierter Inhalte
- Interne Regeln: welche Tools, für welche Zwecke
- Erste Anwendungsfälle je Abteilung
Kein Frontalunterricht
Unsere Schulungen beginnen mit einem kurzen Vorgespräch zu Zielen und Wissensstand. Im Workshop arbeiten die Teilnehmenden mit echten Aufgaben aus ihrem Alltag. Am Ende gibt es Unterlagen, Vorlagen und eine Teilnahmebestätigung für Ihre Dokumentation.
Häufige Fragen
Müssen alle Mitarbeitenden geschult werden?
Die Verordnung zielt auf Personen, die mit KI-Systemen arbeiten. Wer KI im Alltag nutzt, sollte also geschult werden – in Tiefe angepasst an die Aufgabe.
Reicht ein Online-Kurs?
Formal schreibt die Verordnung kein Format vor. Praxisnahe Schulungen mit eigenen Aufgaben wirken aber deutlich besser als allgemeine Videokurse.
Müssen auch Aushilfen und Freelancer geschult werden?
Die Verordnung bezieht neben dem eigenen Personal auch andere Personen ein, die in Ihrem Auftrag mit KI-Systemen arbeiten. Wer für Sie KI nutzt, sollte also im passenden Umfang einbezogen werden.
Nächster Schritt
KI-Kompetenz im Team aufbauen?Praxisnahe KI-Workshops und Vorträge für Teams und Führungskräfte – vor Ort oder online.

Stephan Hochmuth
Inhaber & Geschäftsführer von PICONDA. Seit 2006 entwickelt er mit seinem Team Websites, Onlineshops und Automatisierungen für den Mittelstand, seit 2012 ist er Dozent und Speaker für Digitalisierung und KI. Mehr über PICONDA
Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick nach bestem Wissen, wird regelmäßig geprüft und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.