Kurz gesagt
Eine datenschutzkonforme Website braucht vor allem: eine vollständige Datenschutzerklärung, ein Impressum, verschlüsselte Übertragung per HTTPS, sparsame Formulare, Einwilligung für nicht notwendige Cookies und externe Dienste, Verträge zur Auftragsverarbeitung mit Dienstleistern wie Hoster oder Newsletter-Anbieter und eine regelmäßige Prüfung, welche Tools tatsächlich laden.
- Pflicht
- Impressum + Datenschutzerklärung
- Technik
- HTTPS, lokale Schriften
- Dienstleister
- Auftragsverarbeitungsverträge
- Externe Tools
- nur mit Einwilligung
Die Checkliste
- Impressum vollständig und mit zwei Klicks erreichbar
- Datenschutzerklärung aktuell und passend zu den genutzten Tools
- Gesamte Website über HTTPS
- Schriften lokal eingebunden, nicht von externen Servern
- Formulare fragen nur ab, was Sie wirklich brauchen
- Hinweis auf die Datenschutzerklärung am Formular
- Cookie-Banner nur, wenn nötig – dann korrekt umgesetzt
- Statistik, Pixel und Einbettungen laden erst nach Einwilligung
- Auftragsverarbeitungsvertrag mit Hoster, Newsletter-Tool, CRM
- Bei Diensten außerhalb der EU: Rechtsgrundlage für die Übermittlung prüfen
- Backups und Zugänge geschützt
- Regelmäßig prüfen, welche externen Verbindungen die Seite aufbaut
Häufige Fehler
- Google Fonts oder Maps laden ohne Einwilligung
- Datenschutzerklärung aus einem Generator, die nicht zur Seite passt
- Analytics läuft schon vor der Zustimmung
- Kontaktformular-Mails landen unverschlüsselt bei Drittanbietern ohne Vertrag
- Alte Plugins mit Sicherheitslücken
So prüfen Sie Ihre Seite selbst
Öffnen Sie Ihre Website im privaten Fenster und schauen Sie in den Entwicklerwerkzeugen des Browsers unter „Netzwerk“, welche Verbindungen vor einer Einwilligung aufgebaut werden. Alles, was zu fremden Servern geht, sollte bewusst und begründet sein.
Häufige Fragen
Brauche ich einen Datenschutzbeauftragten?
In der Regel ab 20 Personen, die ständig mit personenbezogenen Daten arbeiten, oder bei besonders sensiblen Daten. Für die Website selbst ist das keine Voraussetzung.
Wie hoch sind Bußgelder?
Die DSGVO erlaubt bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes. Häufiger sind für kleine Unternehmen Abmahnungen und Beschwerden.
Wie oft sollte ich meine Website prüfen?
Immer, wenn Sie neue Tools, Plugins oder Formulare einbauen, und zusätzlich etwa einmal im Jahr. Viele Probleme entstehen schleichend durch Updates oder neue Einbettungen.
Nächster Schritt
Wartung, Hosting oder Soforthilfe?Getestete Updates, Backups und Monitoring ab 98,50 € netto im Monat – und schnelle Hilfe, wenn etwas klemmt.

Stephan Hochmuth
Inhaber & Geschäftsführer von PICONDA. Seit 2006 entwickelt er mit seinem Team Websites, Onlineshops und Automatisierungen für den Mittelstand, seit 2012 ist er Dozent und Speaker für Digitalisierung und KI. Mehr über PICONDA
Hinweis: Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick nach bestem Wissen, wird regelmäßig geprüft und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.